{"id":66,"date":"2009-10-22T20:05:01","date_gmt":"2009-10-22T07:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/?p=66"},"modified":"2009-12-20T12:19:38","modified_gmt":"2009-12-19T23:19:38","slug":"auf-dem-ruckweg-wanganui","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/?p=66","title":{"rendered":"Auf dem R\u00fcckweg \/ Wanganui"},"content":{"rendered":"<p>Der letzte (richtige) Eintrag ist nun schon eine Weile her, wird Zeit f\u00fcr einen neuen. Seit unserer Ankunft in Taupo ist viel Wasser den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Waikato_River\" target=\"_blank\">Waikato River<\/a> runtergflossen. Immerhin 140.000 Liter jede Sekunde. Zum Gl\u00fcck hab ich mein fotografisches Ged\u00e4chtnis (Canon EOS) und bekomm die wenigen Highlights noch zusammen..<!--more--><\/p>\n<p>Die Nacht in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Taupo\" target=\"_blank\">Taupo<\/a> haben wir ja, wie bereits geschrieben, in einer Jugendherberge verbracht. Was ich noch nicht geschrieben habe, ist die Tatsache, dass wir beinahe zwar ein bezahltes, warmes Zimmer gehabt h\u00e4tten, aber doch h\u00e4tten drau\u00dfen schlafen m\u00fcssen. Klassischer Fall von Missverst\u00e4ndnis:<\/p>\n<p>Sie: Hast den Schl\u00fcssel?<br \/>\nEr: Ja.<br \/>\nHandlung: Sachen aus dem Auto holen<br \/>\nSie: Nun los, schlie\u00df die T\u00fcr auf.<br \/>\nEr: Wieso ich, hab den Schl\u00fcssel nicht.<br \/>\nSie: (sauer) Hab dich doch gerade gefragt!<br \/>\nEr: Ich dachte du meinst den Autoschl\u00fcssel.<br \/>\nSie: (richtig sauer) Typisch!<\/p>\n<p>Wer jetzt Partei ergreifen m\u00f6chte, kann das \u00fcber die Kommentarfunktion&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<div id=\"attachment_80\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-80\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-80\" title=\"IMG_5215\" src=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/IMG_5215-300x200.jpg\" alt=\"Huka Falls\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/IMG_5215-300x200.jpg 300w, http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/IMG_5215.JPG 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-80\" class=\"wp-caption-text\">Huka Falls<\/p><\/div>\n<p>Den Tag in Taupo hatten wir noch nicht ganz durchgeplant. Daher war erster Anlaufpunkt die \u00f6rtliche Info. Ich war eigentlich ganz hei\u00df aufs Jetbootfahren. Auf dem Waikato werden vor und hinter den ber\u00fchmten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Huka-F%C3%A4lle\" target=\"_blank\">Huka Falls<\/a> verschiedene Touren angeboten. Monique kannte das aber schon aus anderen Urlaubsreisen, daher gabs statt Action &#8217;nur&#8216; Attraktion: eine Bootstour zu Maori-Felsskulpturen am Nachmittag. Vorher haben wir uns aber noch die ber\u00fcchtigten und bereits genannten Huka Falls angeschaut. Imposanter Wasserfall..<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zum gebuchten Bootstrip sind uns dann erstmals Steinschl\u00e4ge auf der Windschutzscheibe aufgefallen. Dumm, hatte ich doch bei der Abholung penibel auf Beulen geachtet, aber nicht auf Steinschl\u00e4ge! Ein kurzer Boxenstopp ergab dann aber, das die allesamt schon geflickt wurden. Schwein gehabt, das &#8218;Lehrgeld&#8216; d\u00fcrften wir somit behalten. Also hurtig weiter zum Hafen.<\/p>\n<div id=\"attachment_71\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-71\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-71\" title=\"CIMG1678\" src=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/CIMG1678-150x150.jpg\" alt=\"Maori Carvings\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-71\" class=\"wp-caption-text\">Maori Carvings<\/p><\/div>\n<p>Die Felszeichnungen (Carvings) waren etwa 30 bis 40 Minuten Wasserweg von der Stadt Taupo entfernt und nur vom Wasser aus zu sehen. Wenn ich mich recht erinnere, sind die Arbeiten keine 50 Jahre alt. Es ist also eher moderne Kunst f\u00fcr Touristen denn spirituelle Kultst\u00e4tte&#8230; Neben vielen Fotos bei bestem Sonnenschein gabs f\u00fcr Monique noch einen Sonnenstich.<br \/>\nAuf der Tour wurde \u00fcbrigens auch erkl\u00e4rt, warum man Palmen neben Nadelb\u00e4ume pflanzt. Die wachsen n\u00e4mlich sehr schnell und werden daher \u00e4hnlich wie bei uns die Birken zum Anheizen der Wachstumsgeschwindigkeit der umherstehenden Nutzh\u00f6lzer genutzt. Und Forstwirtschaft ist eine der drei wichtigen S\u00e4ulen in dieser Region. Neben Fischerei &amp; Viehzucht sowie Tourismus (siehe Maori-Carvings).<\/p>\n<p>Die Bootstour war das letzte, was wir f\u00fcr den Tag in Taupo geplant hatten. Da es noch nicht allzu sp\u00e4t war, entschlossen wir uns spontan, noch nach Napier an der s\u00fcdlichen Ostk\u00fcste aufzubrechen. Die Strecke aus dem zentralen Hochland heraus f\u00fchrte durch dutzende Kilometer monokultureller Nadelholz-Waldgebiete. Mein rudiment\u00e4res Wissen aus meinen GEO-Leistungskurs sagte mir, dass in NZ nicht nachhaltig geforstet wird, sondern auf die radikale Tour. Man konnte wunderbar die unterschiedlichen Phasen der Forstwirtschaft erkennen. Das l\u00e4uft hier so ab, dass mal eben ganze Bergkuppen abgeholzt werden und nur noch die Wurzelreste in\u00a0 Reihen aufget\u00fcrm rumliegen und andere Bergkuppen wiederum aussehen wie auf einer schlechten Eisenbahnanlage: B\u00e4umchen in Reih und Glied.. Vielleicht mach ich beim n\u00e4chsten Mal Fotos davon &#8211; so hab ich leider nur bei einem kurzen Stopp geknipst. Nach den Walgebieten kamen irgendwann steppen\u00e4hnliche, menschenleere Landstriche, sp\u00e4ter dann Hobbitland-m\u00e4\u00dfige, knubbelige Grash\u00fcgel-Landschaften. Alles wirkte f\u00fcr einen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Glaziale_Serie\" target=\"_blank\">Mor\u00e4nenlandschaften<\/a>-verw\u00f6hnten Mitteleurop\u00e4er irgendwie anders.. Tagesziel war Napier, ein &#8217;netter&#8216;, gr\u00f6\u00dferer K\u00fcstenort.<\/p>\n<p>Am Morgen in Napier hatten wir zum Fr\u00fchst\u00fcck eine seltene Sch\u00f6nwetter-Stunde, bevor uns dann der einsetzende Regen das einzige Vorhaben, Minigolf, verdarb. Der Abschied fiehl also leicht.. Auf nach Wellington.<br \/>\nDas gleiche dachten sich wohl auch Wind und Regen, die haben uns n\u00e4mlich bis Wellington nicht mehr in Ruhe gelassen. Man kam sich wie auf einem gegen den Wind kreuzenden Segelschiff vor. Und war es nicht der Wind, der unseren Camper hatte schaukeln lassen, dann waren es die Serpentinen&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_76\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-76\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-76\" title=\"IMG_5341\" src=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/IMG_5341-300x200.jpg\" alt=\"Serpentienen\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/IMG_5341-300x200.jpg 300w, http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/IMG_5341.JPG 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-76\" class=\"wp-caption-text\">Serpentienen<\/p><\/div>\n<p>Den letzten Teil dieses Abschnittes ist \u00fcbrigens Monique gefahren. Ich war n\u00e4mlich etwas m\u00fcde und daher haben wir gewechselt. War, denn das wirkte besser wie Kaffee. Nicht dass ich der Meinung bin, dass Monique nicht Auto fahren kann. Wenn Sie dann aber ihre ersten Kilometer im Linksverkehr auf kurvigen Bergstra\u00dfen f\u00e4hrt, auf meiner Seite immer eine Handbreit bis zur Felswand, auf recht der Gegenverkehr, dann ist an Schlaf nicht zu denken&#8230;<br \/>\nWir haben es beide \u00fcberlebt! Und nicht gestritten!! \ud83d\ude09 Nein, sie ist richtig gut gefahren!!!<\/p>\n<p>In Wellington haben wir uns nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt f\u00fcr zwei N\u00e4chte auf einem etwas au\u00dferhalb gelegenen Campingplatz eingebucht. Den angefangenen Tag haben wir dabei unspektakul\u00e4r (abgesehen vom Kampf mit der Pfanne) mit Tischtennis und W\u00e4schewaschen ausklingen lassen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag, also gestern, sind wir dann durch Wellington getourifiziert. Wellington gilt laut Reisef\u00fchrer als die windigste Hauptstadt der Welt. Einen Touri erkennt man dann in der Regel an der Kleidung. W\u00e4hrend der gemeine Kiwi im T-Shirt durch den Hafen joggt, schlagen die Weichsp\u00fcl-Europ\u00e4er ihren Kragen hoch..<br \/>\nAuf unserem Plan stand zu Beginn ein Besuch im <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Te_Papa_Tongarewa\" target=\"_blank\">Te Papa<\/a>, einem Museum zur geologischen, kulturellen und biologischen Vergangenheit bzw. Entwicklung Neuseelands. Super interessant, abwechsungsreich und multimedial umgesetzt, viel auch zum anfassen, aber nix zum fotografieren&#8230; \ud83d\ude42<br \/>\nDort hin sind wir \u00fcbrigens mit einer christlichen Reisegruppe gefahren, die uns kurz hinterm Campingplatz aufgelesen hatte. Als wir im Van sa\u00dfen und die Bibeltexte gesehen haben und die Gruppe vom gemeinsamen Hintergrund der Reise erz\u00e4hlte, haben Moe und ich erstmal geschluckt&#8230; *g* Warum wei\u00df ich nicht&#8230; gibt es eine Phobie vor christlichen Reisegruppen?! Die Leute waren jedenfalls sehr nett.<br \/>\nNach dem Museum gabs ein wenig City-Sightseeing und zum Ende des Tages wurde es noch etwas politisch &#8211; wir haben n\u00e4mlich eine F\u00fchrung durch das Neuseel\u00e4ndischen Parlament mitgemacht und konnten vorher noch bei einer Debatte zum Thema Rente zuh\u00f6ren.. Klingt jetzt nicht sonderlich spannend.. .. .. wars aber. Echt! Voll spannend. Wie die sich da.. gefetzt haben.. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Heute sind wir dann Richtung Norden nach Wanganui aufgebrochen. Der Segelt\u00f6rn ging weiter. Highlight des Tages: ich hab ein Bankkonto er\u00f6ffnet. Ganz allein, und in Englisch \ud83d\ude42<\/p>\n<div id=\"attachment_74\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-74\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-74\" title=\"CIMG1768\" src=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/CIMG1768-150x150.jpg\" alt=\"Maori-Grimasse\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-74\" class=\"wp-caption-text\">Maori-Grimasse<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_75\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-75\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-75\" title=\"CIMG1767\" src=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/CIMG1767-150x150.jpg\" alt=\"Maori-Grimasse\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-75\" class=\"wp-caption-text\">Maori-Grimasse<\/p><\/div>\n<p>Daf\u00fcr werden die n\u00e4chsten Tage wieder aufregender, schei\u00df was auf Regen! So, 2:00 AM. Gut Nacht nach Hause!!! Fehler werden morgen ausgeb\u00fcgelt<\/p>\n<p>P.S.: Mangels technischer Verf\u00fcgbarkeiten erst jetzt online (8:00 AM)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der letzte (richtige) Eintrag ist nun schon eine Weile her, wird Zeit f\u00fcr einen neuen. Seit unserer Ankunft in Taupo ist viel Wasser den Waikato River runtergflossen. Immerhin 140.000 Liter jede Sekunde. 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