{"id":464,"date":"2010-01-19T18:03:25","date_gmt":"2010-01-19T05:03:25","guid":{"rendered":"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/?p=464"},"modified":"2010-01-19T18:06:17","modified_gmt":"2010-01-19T05:06:17","slug":"nz-in-22-tagen-17-01-2010","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/?p=464","title":{"rendered":"NZ in 22 Tagen :: 17.01.2010"},"content":{"rendered":"<p>Wir mussten gegen 10:00 Uhr aus dem Zimmer auschecken und konnten daher nicht bis in die Puppen ausschlafen. Mit etwas Versp\u00e4tung \u00fcbergaben wir schlie\u00dflich den Schl\u00fcssel an der Rezeption. Da unsere Tour erst um 14:00 Uhr angesetzt war, wir also erst gegen 13:00 Uhr aufbrechen mussten, hatten wir noch einiges an Zeit. Und weil weder ich und noch weniger Micha \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Interesse an G\u00e4rten, Museen und Kultur haben, verwendeten wir unsere Zeit f\u00fcr eine Bestandsaufnahme der Shoppingm\u00f6glichkeiten von Hamilton. Das sollte nicht unerfolgreich bleiben. Leicht bekamen wir die drei Stunden herum und kauften das ein oder andere Schn\u00e4ppchen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Strecke nach Waitomo versch\u00e4tzten wir uns zeitlich etwas. Da wir zuletzt n\u00f6rdlich von Hamilton waren, Waitomo Caves aber im S\u00fcden liegt, mussten wir einmal die Stadt durchqueren. Da danach dann einige Sonntagsfahrer unterwegs waren, wurde es zum Ende hin stressig. F\u00fcnf nach zwei waren wir schlie\u00dflich da.<\/p>\n<p>Wir hatten uns f\u00fcr eine f\u00fcnfst\u00fcndige H\u00f6hlentour mit Abseilen, Schlauchreifenfahren und Wasserfallklettern entschieden. Weitere Highlights der Tour waren die vielen Gl\u00fchw\u00fcrmchen und eine Seilbahn im Dunkeln.<\/p>\n<p>Trotz der Versp\u00e4tung wurden wir mit einem L\u00e4cheln von einem der beiden F\u00fchrer empfangen und bekamen sofort unsere Ausr\u00fcstung. Wir qu\u00e4lten uns in die noch nassen Neoprenanz\u00fcge und waren am Ende schneller umgezogen, als die \u00fcbrigen 4 Teilnehmer. In einem Transporter ging es dann zum Eingang der H\u00f6hle. Da der Zugang zu diesem Teil der H\u00f6hlen durch einen 35 Meter hohen Schacht erfolgte, wurden wir vorher \u00fcber die Funktionsweise unserer Abseilausr\u00fcstung informiert. An einer Schr\u00e4gwand \u00fcbten wir den Umgang damit.<\/p>\n<p>Danach ging es nacheinander in den dunklen Schacht, der \u00fcbersetzt den Namen Rachen tr\u00e4gt. Durch seine gewundene Struktur war nach wenigen Metern nur noch das Licht der Helmlampe zu sehen. Da wir uns vollkommen alleine abseilten, konnte man das Tempo selbst bestimmen. F\u00fcr den Fall des Falles half \u00fcbrigens schreien. Dann h\u00e4tte der bereits unten wartende Guide das Seil gestrafft und damit das Abseil-Dinges gebremst. Es schaffte aber jeder ohne diesen Eingriff. Der eine in GSG9 Zugriffsgeschwindigkeit, die andere in Fallgeschwindigkeit eines L\u00f6wenzahnsamens\u2026 Alle kamen nacheinander unten an. Entsprechend kalt wurde es den bereits in der H\u00f6hle wartenden. Daf\u00fcr konnte man in der Dunkelheit bereits die ersten Gl\u00fchw\u00fcrmchen bewundern.<\/p>\n<p>Ich bin mir nicht sicher, ob ich es bereits damals, nach meinem Abenteuer mit Monique in einer anderen H\u00f6hle, geschrieben hatte. Die W\u00fcrmchen sind eigentlich Maden und leben in der H\u00f6hle f\u00fcr 8 bis 9 Monate, um dann innerhalb von zwei Tagen der Fortpflanzungszweck zu erf\u00fcllen. Danach fallen sie in der Regel den eigenen Nachbarn zum Opfer, die mit langen Tentakeln in der dunklen H\u00f6hlendeckenluft nach Getier fischen.<\/p>\n<p>Als alle abgeseilt waren, ging es zu Fu\u00df einige Meter durch die H\u00f6hle zu einer Seilbahn. Wieder einzeln wurden wir diesmal horizontal das Seil entlang geschickt. Diesmal war die Optik aber um einiges genialer, da man unter einer Milchstra\u00dfe von Gl\u00fchw\u00fcrmchen vorbeizischte.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen St\u00e4rkung musste wir arschw\u00e4rts mit unserem Autoreifen in den drei Meter tiefer gelegenen Flusslauf springen. Ab da hie\u00df es dann paddeln. Wir paddelten eine ganze Weile bis zum Anfang der H\u00f6hle, vorbei an endlosen Gl\u00fchw\u00fcrmchenkolonien. An diesem Punkt war uns kurzzeitig warm. Dann hakten wir uns zu einer Schlange zusammen und wurden vom Guide langsam und diesmal ohne Licht die gesamte Strecke zur\u00fcckgezogen \u2013 \u00fcber uns Sternbilder von tausenden diese Gl\u00fchpunkte. War schon nett anzusehen.<\/p>\n<p>Nachdem wir unsere Schl\u00e4uche am Ausgangspunkt abgeworfen hatten, hie\u00df es durch die H\u00f6hle klettern und schwimmern. Sp\u00e4testens jetzt war einem wieder kalt. Aber es machte Spa\u00df. Und sicherlich durch Aussagen wie \u201aLauf links, rechts ist ein Loch und du ertrinkst\u2019 oder \u201aSpring mehr als einen Meter ins Becken, sonst brichst du dir das Kreuz\u2019 f\u00fchlte es sich richtig abenteuerlich an. Da wir eine recht schnelle Truppe waren, qu\u00e4lten wir uns noch durch auf einem Rundkurs durch eine schlammige Felsspalte und tiefe G\u00e4nge. Danach begannen wir dann mit dem Aufstieg \u00fcber mehrere Wasserf\u00e4lle zur\u00fcck ans Tageslicht.<\/p>\n<p>Insgesamt waren wir rund drei Stunden in der H\u00f6hle unterwegs. Es war kalt, dunkel, nass, eng, schmutzig \u2013 aber geil! Nach einer Dusche und der angebotenen Verpflegung machten wir uns gl\u00fccklich auf den Weg zur Halbinsel Coromandel. Nach Einbruch der D\u00e4mmerung fanden wir einen ruhigen Platz direkt am Wasser.<\/p>\n<div id=\"attachment_466\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_0194.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-466\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-466\" title=\"IMG_0194\" src=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_0194-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_0194-300x200.jpg 300w, http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_0194-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/possekel.net\/nz\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_0194.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-466\" class=\"wp-caption-text\">...<\/p><\/div>\n<p>[Bilder von der Tour folgen sp\u00e4ter, da auf CD]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir mussten gegen 10:00 Uhr aus dem Zimmer auschecken und konnten daher nicht bis in die Puppen ausschlafen. 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